Samstag, 29. November 2008

Preisgefüge.

Meine Kreditkarte funktioniert wieder (und es kostete den Steuerzahler fast überhaupt nichts!).

Mietwagen für 6 Tage: 120 Euro,
Sprit für 2000 Kilometer: 170 Dollar (2,20 USD pro Gallone = 50cent/Liter)
5 Übernachtungen: 150 Kanadische Dollar
Allein mit dem Auto durch die Wildnis: unbezahlbar.

Freitag, 28. November 2008

Ode an den Central Park.

Sollte ich jemals Heiraten (Intiativbewerbungen bitte postalisch an meine Mutti), so gelobe ich hiermit feierlich, das einer der Hochzeitstage in New York verbracht wird - und das dabei mindestens stundenlang im Central Park spaziert werden muss.
Ich liebe diesen Park und ich er bietet so viele Stellen an denen man einfach händchenhaltend vorbeigehen, verliebt guckend vorbeiflanieren oder küssend stehen bleiben muss.

Überhaupt hatte ich während der vergangenen Monate des Öfteren das Gefühl, das New York sich für Romantik eignet (Und sei es als Kontrastprogramm zur Hektik der Großstadt).

Doch vielleicht muss man Fremder sein um das zu sehen, denn bei diesen Einwohnern spielte Sex and the City sicher zu recht hier.

Das Erste verbindet.

"Hier ist das erste deutsche Fernsehen mit der ..."
"Tschuldigung?"
"Ja?"
"Ich hab eben auf deinem Ipod gesehen, dass du die Tagesschau guckst. Bist du Deutscher?"
"Ja. Hallo."
...

Gestern, E-Train Richtung Manhattan.

Bio-Amisch-Super-Store.

Na bloß gut, dass ich bereits über die Amisch informierte und mir so eine Basis gelegt habe, denn:
Gestern war Erntedankfest und mangels amerikanischer Verwandschaft und befreundeter Bekannter mit eben solcher, fanden sich drei Praktikanten zusammen und wollten gemeinsam dem Danken fröhnen. Nun ist ein leerer Magen ausgesprochen undankbar und deshalb sollte es eigentlich ein königliches Festmahl mit traditionellen Speisen (Truthahn!) geben, doch vorbereitet hatte niemand etwas und Heiligabend 19:00 bekommt man in Deutschland ja auch keine Weihnachtsgans mehr... Und so landeten wir nach einer Weile im Amisch-Supermarkt um die Ecke (der Weg in eine Kneipe war zu anstrengend..).

Diese Amisch sind feine Leute. Müssen sie einfach sein, da sie es geschafft haben einen Lebensmittel-Kette zu etablieren die tatsächlich nicht nur Imitationen (z.B. American Cheese, Bud Light,...) bekannter Nahrung verkauft.
Und so gab es Broiler (Brathändl), Oliven, Käse, Brot und ... Coke aus der Dose.

Mittags war ich übrigens beim Griechen... und ich fürchte das einzige typisch amerikanische Restaurant, dass etwas mit Truthahn verkauft, nennt das Gericht dann "McTurkey".

Dienstag, 25. November 2008

Gefesselt und geknebelt.

Meine Bank hat mich zur Wirtschaftskrise erklärt und mir die Kreditkarte gesperrt.
Gaaanz ungünstig...
Nun kann man zwar prinzipiell auch überall bar bezahlen, doch macht es sich wesentlich besser, wenn man Übernachtungen, Mietwagen,... für den nächste Woche anstehenden Urlaub vorher buchen kann. Und Buchungen benötigen Kreditkarten.

Der 1. Dezember ist sicherlich keine Hochsaison in Montreal, doch ist es im kanadischen Winter sicherlich von Vorteil einen Schlafplatz sicher zu haben.
Nun gut: bisher steht damit ja noch nicht fest ob ich überhaupt fahre (man muss halt nur die richtigen Problemlösungsstrategien anwenden...).

Die Reiseplanung steht allerdings, Urlaub ist beantragt und genehmigt und Blücher, Clausewitz und Rommel wären stolz auf meinen Plan gewesen. Meine Berücksichtigung sämtlicher möglicher Hindernisse (speed-limit liegt bei 55 mph), die detaillierte Ausarbeitung von An- und Ankunftszeiten und die geniale Integration sämtlicher Sehenswürdigkeiten von hier bis zur ersten russischen Flak-Batterie in meine Reiseroute würden in die Annalen eingehen - wenn da nicht dieses klitzekleine Problem bestünde: Ich kann das nicht bezahlen.

Nun lehrt uns die Gegenwart in diesem Fall aber nur eins: Gleich morgen ersuche ich die Kanzlerin um eine Bürgschaft.