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Montag, 9. März 2009

Pandorra's Büchse.

Seit ich hier bin gehe ich meinem Umfeld auf die Nerven. Amerika hier, USA das, New York jenes. Größer, schneller, besser. Schöner, netter, aufregender!
Zürich, Freiburg, Dresden und erst recht Freiberg oder Cottbus: Drecksnester. Kein Puls, nur objektophiler Charme. Kein Leben, nur nekrophile Attraktivität.

"World's greatest city" zog mich in ihren Bann. Und alle müssen jetzt darunter leiden. (Ha! - Sorry.)

Doch Deutschland ist ein armes Land (an das ich nichtmal mehr nachts zu denken wage). Raucher überall, dumme Kinder und kein Sinn für das Gemeinsame. Kooperation heisst Bürokratie und Regeln sind das Manifest. Kreativität rutscht nach links und Ordnung nach rechts. Der Bullenstaat vergisst den Anschein zu wahren und politisch ist nur Wahlkampf ("Tanderadei."). Gewöhnlichkeit spielt hier den Adel und Stil gibts jetzt bei kik. Eleganz wich falscher Coolheit und Denker wichen MTV. Visionen wichen RTL und der Weisen Taten wichen der Ruhe des Mobs.

Und ich sitz hier - Aktion im Blut, Prokrastionation im Kopf.
Ich bin wieder hier. Nur zuhause bin ich nicht.

Samstag, 7. Februar 2009

Bevor du weg warst.

Ich vermisste dich schon bevor du fort warst. Ich bereute schon, bevor es zu spät war. Ich ergab mich dem Unausweichlichen und akzeptierte es, als es noch die die fließende Zukunft war. Das Ende wissend und dem Vergangenen nachtrauernd. Die Chancen sehend, wie sie im Damals Ruhen.

Wie ein Fluss das Tal formt - ewig, stetig, ohne Hast - so formte auch New York weiter an mir.
Vergangenes grub es aus, Neues brachte es ans Licht. Es füllte mich mit dem Leben eines Gebirgsbachs und begrub mich unter Lawinen. Es spendete Leben und riss mich fort in engen Schluchten.

Fremde Welten offenbarte es. Neu, groß, unvergleichlich und doch ewig mit dem eigenen Ursprung verbunden.
Alte Heimaten bot es. Die Flucht nur Trug, die Sicherheit verhasst, die Bekanntheit erträglich und furchtbar.
Die Neue Welt im Spiegel der Alten. Verzerrt, doch ein Abbild und dennoch der Blick in eine andere Welt.

Fort tragen sollst du mich, hinaus aus mir.
Mitnehmen sollst du mich, zu meinen Träumen.
Gestatten sollst du mir, mein Leben.

In der Reue liegt eine Hölle,
In der Flucht keine Zukunft.
Im Verbleiben kein Glück.

Dienstag, 16. Dezember 2008

Better in time.

Nun... bis vor einer Weile knabberte ich an der Lösung eines Problems, das doch einen nicht geringen Teil meiner Kapazitäten beanspruchte.
Verschiedene Ansätze hatten keinen oder leider nur temporären Erfolg gezeigt und so ergab es sich, dass ich während der Phase des Suchens nach einer Problemlösung, mit einer neuen Situation konfrontiert wurde. Diese neue Situation stellte mich vor ein nicht geringeres Problem als dem ursprünglichen, weshalb ich in dieser Phase das tat, was ich bisher immer getan hatte und in dem ich bisher auch ganz gut war: Abwarten.
Nach einigem Warten wurde mir klar, dass diese neue Situation einen fundamentalen Unterschied zur ursprünglichen Situation haben könnte: Ihr Problem schien lösbar. Die Lösung schien anfänglich auch wunderbar zu passen, da sie bekannt war: Abwarten.
Und so ersetzte ich heimlich das urprüngliche Problem durch ein neues, welches eben auch den Vorteil barg lösbar zu sein.

Und so formuliere ich hiermit meinen ersten Rat: Wenn du ein Problem nicht lösen kannst, so ersetze es durch ein lösbares.

Gott prüft mich (Das ist eigentlich OK. Dafür kann ich Licht durch Vorbeigehen ausschalten.). Denn er vereitelte die Lösung des neuen Problems durch einfaches Warten, durch eine kleine Veränderung der Rahmenbedingung. Ich war deshalb zugegeben etwas geknickt und fühlte mich an das ursprüngliche Problem erinnert. Und so verurteilte ich mein Warten und erkannte, das es Ursache einiger meiner Probleme war. Ich beschloss, das Warten schlecht sei.

Als ausgesprochen geduldiger und konsequenter Mensch tat ich - natürlich nicht in Verkennung der Tatsache, das ich mir keine Alternativen bekannt waren - was ich konnte: Abwarten.
Das klingt paradox, da ich Warten ja als böse eingestuft hatte, doch ich bin gelegentlich wirklich ausgesprochen konsequent und in der Lösung von Problemen durch Aktionismus auch furchtbar unbewandert. So verstrich einige Zeit und mit einem Mal erkannte ich, dass auch das neueste Problem im Begriff war, sich zu lösen.

Und deshalb formuliere ich den zweiten Rat an diesem Tage: Die Ursache eines Problems kann gleichzeitig auch seine Lösung sein.

Während die Erkenntnis zum zweiten Rat in mir heranreifte, wurde mir gewahr, das sie nicht allein das Licht der Welt erblicken würde. War ich doch durch die monotone Fixierung auf Problem, Lösung und einziger Lösungsstrategie (Warten) behütet in meinem Sein und im Bekannten ruhend, so ergibt es sich nun, das ich mich neuen Problemen gegenüber sehe und erneut nach Lösungen suche. Es stellt sich mir nun die Frage ob die alten Strategien (Warten) die besten Lösungen bringen, ob ich die Probleme durch andere ersetzen kann und was es nun zu tun gilt?

Und deshalb verkünde ich hiermit den dritten Rat: Die Lösung eines Problems kann weitere Probleme hervorrufen. Darum sei vorsichtig, welche Probleme du lösen willst und welche dir als zukünftig bestehende Beschränkungen einen wichtigen Rahmen bieten sollen.

Samstag, 22. November 2008

Das Manifest.

Ich glaube nicht an die Wahrheit, denn niemand kennt sie.
Ich glaube nicht an Schönheit, denn sie ist einfach überall.
Ich glaube nicht an Moral, denn sie unterliegt so vielen Zwängen.
Ich glaube nicht an Stärke, denn meistens ist sie nur verdeckte Schwäche.
Ich glaube nicht an Freiheit, denn wir konnten mit der Wahl nichts anfangen.
Ich glaube nicht an Gerechtigkeit, denn sie mindert kein Leid.
Ich glaube nicht an Frieden, denn niemand hat ihn je erfahren.
Ich glaube nicht an Religion, denn sie kennt keine Antworten.

Doch ich werde mich erheben und für sie kämpfen.

Donnerstag, 20. November 2008

Film der Erinnerungen.

Sein Name ist Bond. Und er trinkt ein Getränk dessen Zubereitung im Film genauestens erklärt wird (Martini. Geschüttelt.).
Eben war ich im zweiten Daniel Craig Bond und ich kann ihn nur in höchsten Tönen loben. Er ist nicht so genial, exzellent und brilliant wie der erste doch eine ungeheuerlich stimmige, stilvolle und phantastisch umgesetzte Fortsetzung einer neuen Epoche herausragender Bond-Filme.
Nun hänge ich (persönlich, emotional) ein wenig am vorherigen Bond und bin deshalb nicht objektiv, doch der subtile Humor, die schmucklose Brutalität und das stilvolle Ambiente gefallen mir. Nie war ein Held so verkannt und doch so greifbar.

Ich muss ihn wohl noch einige Male angucken... (auch um die Textzeilen nach den Textzeilen mitzubekommen über die ich nachdachte - und die ich in diesen Beitrag einbauen wollte.)
"Forgive yourself."

Mittwoch, 19. November 2008

Wunsch mit Gewicht.

Ach da steh ich nun ich armer Tor... auf der Waage. Und sie lügt leider nicht: Ich habe abgenommen. Nicht enorm viel, aber deutlich sichtbar.

Zwei Kilo sind es nominell, doch weiß ich Details: Fett ist verschwunden und Muskeln wurden aufgebaut. Nun sind Muskeln 1,5 mal schwerer als Fett und ... bla bla bla ... Ich sehe aus als ob ich mich in ein paar Monaten um die Rolle in nem KZ-Film bewerben wollen würde (dramatisiert, Nazi-Bezug nur aus Marketinggründen eingefügt).

"Bedenke gut, was du dir wünschst, es könnte wahr werden." - Marion Zimmer Bradley


Zynisch das ganze, da ich ja lange rumgejammert habe, das ich zu fett sei (war ich aber wohl nie...). Nun habe ich durch viel Sport (Operation Sixpack), schlechtes Essen, Schlafmangel, Lebenswandel, Gram und Schmerz doch ein paar Kilo verloren und ich finde, das ich beschissen aussehe!
Aufgefallen ist mir das lustigerweise erst nachdem man mir gesagt hat, das ich dünner aussehen würde. Also bin ich vielleicht a) immernoch fett b) trotzdem zu dünn c) beeinflussbar d) eitel und e) ein weibisches Jammerweib.

Samstag, 15. November 2008

Nicht lustig.

Queens ist seit gestern in eine einzige dicke, fette, graue, nieselnde, tiefhängende, neblige Wolke gehüllt.
Der Tagesdurchschnitt meiner Stimmung liegt irgendwo bei "knapp suizidal".
Mein Fahrrad hat einen Platten.
Die Pizzeria um die Ecke ist beschissen und das letzte bißchen Wein aus dem Kühlschrank ist auch verschwunden.

Gott ist echt nen Komiker...

Ich geh Holz hacken!

Rage.

Es gibt einen Teil in mir der Bilder erschafft in denen meine Faust auf Wände eindrischt. Bilder in denen ich auf Leute einschlage. Bilder in denen ich schreie, brülle, Dinge werfe.
Bilder in denen sich meine Wut einen Weg sucht. Eine Wut wie ein brennender Block aus Granit, wie glühender Stahl, wie alles verzehrende Flammen.

Essenz von Aggression und Frust. Ergebnis all der Verzweiflung und der Erkenntnis.
Mordlust - Der Wunsch den Schritt vom Brückenrand zu wagen.

Ein Hass so brutal wie meine immer wieder zuschlagende Faust. Allgegenwärtig, bohrend, im Mark verankert. Eiskalt wie Blut das am Körper herunterfließt.

Umfassend ist die Wut. Selbsthass und der Wunsch die Welt brennen zu sehen.
Meine eigene Unfähigkeit, meine Kraft und meine Ohnmacht, meine Stärke verfluchend. Gäbe es auch nur eine rostige Klinge würde ich meine Schwächen aus mir herausschneiden. Mit blankem Stahl der Unsicherheit ein Ende setzen.

Und doch Scheitern - ob dieser Welt und mir.

Samstag, 8. November 2008

Erkenntnislastig.

Wenn man schon nicht weiß was man will, so hilft es vielleicht zu wissen was man nicht will. Und so wie man auf das was man will stetig zuarbeiten kann, so kann man sich auch von dem was man nicht will stetig entfernen.
Doch Vorsicht ist geboten, denn die Ergebnisse von beidem unterscheiden sich gewaltig.

Donnerstag, 6. November 2008

Strategiediskussion.

Habe ich Probleme mit Leuten neige ich dazu in besonderem Maße aber von mir zumeist eher unbemerkt gemein zu sein. Richtig gemein.
Nicht so pöbelnd wie ich es normalerweise bin (aber auch das) sondern deutlich unüberlegter (aber hintergründiger) im Kundtun meiner Meinung und meiner Wertungen.
Das ist überhaupt nicht gut... Gar nicht gut, denn schon Ovid sagte: "Um geliebt zu werden, sei liebenswürdig."
Schlimmer wird das nur noch, wenn ich außerdem drastische Verhaltensänderungen entwickle: kein ständiger Redeschwall, der erste der bei Zusammenkünften geht, stille Blicke und teilnahmslose Anwesenheit.

"Ich bin manchmal zum Kotzen, auch wenn ich nett erscheine
Dann sage ich Sachen, die ich genauso meine
Dann tue ich Dinge die ich später bereue
Die ich mir niemals mehr verzeihe" - Funny van Dannen


Ich bin zurückweisend und verhindere (unabsichtlich aber für mich doch auffällig) alles was irgendwie als Zeichen von Nähe gilt: Blicke, Berührungen sowieso, Gespräche,... Das kann nicht ewig gut gehen...
Interessant ist dabei wie es ankommt. Und die Frage welche Motivationen hinter den Reaktionen verborgen liegen.

Mir tut das aufrichtig leid, denn die Opfer sind in der Regel ja die Falschen. Nur hilft mir das zurück zur Normalität und das ist zwar kein Schritt in die richtige, wohl aber ein Schritt weg von der falschen Richtung.

Die Frage bleibt auch nach Alternativen (insbesondere im Kontext der Gesamtsituation): Ich schaffe es Leute zwei Monate vollzupöbeln... aber auch dann wenn sie zu den einzigen in der Umgebung gehören? Sollte man Menschen mit denen man eine Gemeinschaft gebildet hat abstoßen und alles nur auf das Überstehen der Zeit auslegen?

Mittwoch, 5. November 2008

Ich habe die Liebe getötet.

Heute war sie plötzlich fort. Die Liebe. Lange hatte ich dafür gekämpft doch jetzt vermisse ich sie. Sie ist gegangen und hinterließ eine Lücke. Keine Lücke die man fühlt, nur eine von der man weiß.
Gehofft hatte ich auf diesen Moment doch jetzt wo er da ist bekomme ich Angst denn ich musste einmal sehr lange kämpfen um sie zu finden. Ich liebe die Liebe und will nicht ohne sie leben. Doch auch die Ruhe ist schön.
Ich war anders mit ihr. Besser. Schwächer. Nah.
Ihr Gehen hat die Dinge verändert. Nicht zum Guten und doch ist es besser. Keine Zweifel, keine Gedanken, Schlaf und Einfachheit. Alleinsein statt Einsamkeit. Aber die Erinnerungen bleiben. Keine Tränen aber Sehnsucht.
Die Liebe ist weg. Ich will sie zurück.

Samstag, 1. November 2008

Akteneinsicht.

Während ich gerade meine frisch gewaschene Wäsche zusammenlegte (auch in New York gibt es Banalitäten und bei Banalitäten kann ich am besten denken (Zähneputzen steht ganz oben auf der Liste von Tätigkeiten bei denen ich gute Ideen habe)) kam mir ein wunderbarer Gedanke.
Seit ein paar Tagen spiele ich mit der Idee einen zweiten Blog aufzumachen um dort all das zu veröffentlichen was sich außerhalb des Reiseberichts abspielt. Quasi eine Mülltonne für meinen Emo-Ballast... Aber irgendwie gefiel mir das dann doch nicht so gut: Die Aktualität wäre immernoch da, den zweiten Blog würden noch weniger Leute lesen, die Zusammenführung wäre kompliziert,...
Deshalb gibt es ab jetzt die verspätete Veröffentlichung von Beiträgen. Ich schreibe weiterhin wie bisher alles hierher aber nicht alles wird sofort öffentlich. Über eine Kategorisierung sind beide getrennt abrufbar und ansonsten bleibt der Fluss erhalten.
So kann ich das schreiben, was ich bisher nicht geschrieben habe und es bleibt trotzdem hübsch ordentlich.

Donnerstag, 30. Oktober 2008

Freunde.

Du weisst nichts über mich.
Du kennst die Dinge nicht die ich liebe.
Du weisst nichts von meinem Schmerz.
Du weisst nicht an was ich denke wenn ich dich ansehe.
Du weisst nicht weshalb ich lache.
Du kennst meine Orte nicht.
Du weisst nichts von meinem Glauben.
Du weisst nicht weshalb ich weine.
Du kennst meine Gründe nicht.

Du kennst mich nicht. Und änderst es nicht.

Samstag, 25. Oktober 2008

Die wahren Sieger.

Der Held steht. Groß, anmutig, in glänzender Rüstung.
Die Bauern schweigen. Sitzend, lauschend, zu seinen Füßen.
Er spricht von Schlachten, von Ungeheuern und großen Taten.
Sie sitzen, lauschen, schweigen.
Er spricht von Abenteuern, von Heeren und großen Königen.
Sie sitzen, lauschen, schweigen.
Er spricht von Reisen, Entbehrung und fernen Ländern.
Sie sitzen, lauschen, schweigen.
Er spricht davon ein Held zu sein, erobert hat er Vieles, Unglaubliches vollbracht.
Sie gehen, lachen und scherzen.
Der Held steht. Groß, anmutig. Allein.

Mittwoch, 22. Oktober 2008

In darkness you wander.

Fluch und Segen eines Blogs wie ich ihn betreibe sind seine persönliche Bindung an mich, den Autor. Was geschrieben wird, wird auf mich bezogen. Das ist nett, weil man sich dann einen kleinen Jungen vorstellen kann, der in der großen weiten Welt umherwandert. Das ist schlecht, weil ich auch über andere Dinge als die USA schreibe und dabei keine abstrakte Touristenfigur mehr angenommen wird sondern sehr zeitnah eine Verbindung zu mir hergestellt wird. Dabei ist sowohl die Zeit als auch die Themen meiner sonstigen Beiträge relevant. Die US-Bundesbehörden geben Akten nicht umsonst erst nach 100 Jahren frei...

Wenn ich etwas hier schreibe, hat das einen Grund. Wenn ich etwas hier nicht schreibe hat das auch einen Grund. Wenn ich etwas woanders schreibe - oder eben nicht geschrieben habe - so hat das auch einen Grund. Wichtig dabei ist dann: Gibt es etwas das ich noch nicht irgendwo geschrieben habe, was ich gerne schreiben würde, wird Tun oder Unterlassen so gewertet wie ich das gerne hätte? Ist die Zielgruppe eigentlich die richtige?

Ein Blog ist eine vertrackte Sache sofern er sich nicht einem abstrakten Thema widmet. Man darf nie vergessen, dass man hier nicht Zeitung liest, das hier kein Werk eines unbekannten Künstlers vorliegt und das hier auch nicht immer ein spezielles Publikum (manchmal vielleicht aber doch) anvisiert wird. Manche Dinge sind Ausdruck eines generellen Strebens, manche einer präzisen Stimmung, manche eine Anekdote wie man sie nicht jedem aber den Meisten erzählen würde. Ein Blog ist kein Tagebuch, kein Chat, kein Kuss, kein Roman, keine Illustrierte, kein Photoalbum. Und gleichzeitig auch alles.

Wie die Krebsbaracke von Benn, die Lieder eines Minnesängers, die Worte eines Nietzsche, die Ideen von Marx oder die Gedanken eines Goebbels sind auch diese Zeilen nicht immer gleich. Manche verdienen nur Kenntnisnahme, andere ein Gespräch, manche keine, andere sehr wohl Reaktionen; hier Widerspruch, da Anteilnahme.
Ich kann mich nicht hinter jeder Zeile verstecken, aber manche kann ich als Schild verwenden, andere als Spiegel. Manche sind Buch, einige Grafitti, andere Mikrofon.

What I've felt
What I've known
Never shined through in what I've shown
Never be
Never see
Won't see what might have been. - Metallica

Mittwoch, 15. Oktober 2008

The power within.

In mir lauert ein Dämon. Voll rasender Wut, in Zorn und ewiger Frustration gefangen. Ein Teufel; gigantisch in flammendem Gewand, strahlend in seinem Hass. Im Kampf tobend; gnadenlos, vernichtend in seinem Urteil. Ein Riese, furchterregend und grausam. Ein tiefer Schatten ohne Hoffnung.

In mir lebt ein Engel, tanzend und scherzend. Voll kindlicher Neugier in erstaunter Freude über jedes kleine Wunder. Ein Winzling hüpfend und frohlockend, voll Zuversicht ob jeden Schrittes lachend in den Tag hinein. Ein Held in edelster Mission, das Gute zu bringen und in Güte zu leben. Wahr und schön voll Anmut, helfend - das Licht zu bringen.

Beide speisen sie aus einer Quelle, sind geboren in einem Ursprung, leben an einem Ort.
In mir.

Montag, 13. Oktober 2008

Moloch, schlafe noch.

Im Schein der Sonne die sich nur noch einmal kurz im Atlantik umdreht, reckt sich einem Termitenbau gleich Manhattan in den Morgenhimmel. Die anmutigen Kolosse in der einen Wand aus Glas und Beton strecken sich dem ersten feurig-kalten Sonnenstrahl im blassblauen Himmel entgegen und saugen Nacht und Stille aus den Straßen des noch schlafenden Brooklyns. Die kalt glühende Reflektion des ersten Lichtes in der ruhend sanften Symphonie der Straßenschluchten kündigt das Erwachen des Molochs an. Und so wie er sanft ruhte recken sich nun seine Spitzen der Welt entgegen und er verkündet das sie gegangen ist - die magische Minute.

Donnerstag, 18. September 2008

Hurrikan-Saison.

Unfortunately this week seems to be like a hurrican. Upcoming winds and rain, storm, the calm eye and then the whole mess again. It started with nice warm weather but suddenly clouds appeared, storm rose but on it's high the unexpected eye appeared and granted some time to relax. And now the wind's back again - but from a different direction.

Und wieso stimmt das Horoskop aus der Metro so oft? Und wieso läuft gerade ein Film über schlechtes Karma?
Tschuldigung. Bin angetrunken...

Samstag, 13. September 2008

Shadows of the past.

Dido hatte unrecht, Sophie Ellis-Bextor einen tiefen Einblick und mein letzter Eintrag straft mich Lügen. Außerdem halte ichs mit Churchill (oder mit Goebbels. Die Quellen streiten sich da zuweil): ich vertraue nur meiner Statistik, fälsche sie und das Haus verliert trotzdem.
Und ausschließlich für eben diese Statistik: Ich kapituliere. Die weiße Flagge weht über meiner Tür. Was Hänschen nicht gelernt hat, kann Hans nicht anwenden...

"Der Kampf ist euch befohlen, auch wenn er euch missfällt; aber es ist wohl möglich, dass euch etwas missfällt, was gut für euch ist; und es ist wohl möglich, dass euch etwas gefällt, was für euch übel ist." - Sure 2, 216

Ich machs trotzdem nicht. Beim einzigen Mal bei dem ichs richtig versucht habe gings zwar ausgesprochen gut aber ich komme mir so unglaublich doof dabei vor. Und deshalb lass ichs. Kein Kampf.
Doch die Philosophen unserer Zeit behaupten ja auch, dass man mal machen sollte.
"Nicht versuchen du sollst, machen du musst." - Joda
Und ich glaube sie haben recht. Aber die Umsetzung von Erkenntnissen war noch nie meine Stärke. Wo ist die Einbahnstraße der man nur folgen muss?

PS: Das Buch das ich zum 20. bekam wird nun endlich gelesen. Im 4. Anlauf. Aber auch Enyas Beitrag hierzu lässt mich nicht hoffen. Gebranntes Kind scheut das Licht.