Donnerstag, 4. September 2008

Listen to the mob!

Wo ist Batman wenn man ihn mal braucht? Wo ist der Mob mit Fackeln und Mistgabeln wenn man ihn nötig hat? Wo ist der 40 Tonner der den Schurken in einem unachtsamen Moment über den Haufen fährt wenn man mal einen Bedarf an 40 Tonnern verspürt? Wo ist der Baum mit dem starken Ast an dem man den Sack aufknüpfen kann der mein Rad demoliert hat!?
Jemand hat mein Hinterrad in eine Acht verwandelt. Das Hinterrad war neu! Und der Wichser hat die Gangschaltung gleich mit erwischt...
Ich hab keinen Bock jeden Monat zum Fahrradladen (und jeden Morgen ne Meile zur U-Bahn) zu laufen bloß weil diese Säcke hier zum Scheissen zu blöd sind! Arschlöcher.

Dienstag, 2. September 2008

Vergleichende Werbung.

In Deutschland zwar prinzipiell erlaubt aber niemals so schön umgesetzt wie in den Staaten. Der direkte Vergleich, das madig-machen des Konkurrenten und die offene Attacke sind hier durchaus üblich und je nach Werbung mal lustig und mal ziemlich peinlich ("Der da hat gesagt, dass wir doof sind aber der is selber doof!").

Werbepausen im Fernsehen sind kürzer aber zahlreicher was sie zwar erträglich aber schlecht einplanbar macht: mal Duschen in der Werbepause is nich. Aber angucken will man sie trotz kürzerer Dauer eigentlich auch nicht...

Jedenfalls (als des Pudels Kern dieses Beitrags) hier ein paar nette Beispiele:
Microsoft vs. Apple
Coke vs. Pepsi

Montag, 1. September 2008

Perfection Reflection.

Während ich eben shoppen war ist mir was aufgefallen: Hier gibts zu wenig persönliche Note. Also werde ich ein wenig über mich reflektieren und der Welt ungefragt nicht nur erzählen, was ich über die USA denke sondern auch was ich über mich oder sonst irgendwas denke.

1. Ich habe einen viel zu langen Hals! Wie konnte das passieren?! Und was macht man damit? Bei zu kleinen Titten, ner schiefen Nase oder doofen Ohren kann man ja was machen.. aber bei nem zu langen Hals? (Wer mir in den Kommentaren ein objektiv schlimmeres eigenes körperliches Defizit beschreibt bekommt irgendwas..)
2. Ich bin so ein arrogantes Arschloch... Hätte das nicht mal jemand verhindern können?
3. Nicht das ich das befürchte, aber falls mir mal was zustoßen sollte: Könnte mit meinem Nachlass bitte etwas ausgesprochen Gutes getan werden? Ein paar arme Kinder ernährt werden, Bäume gepflanzt werden, Bildung finanziert werden,...?
4. Klimaanlagen sind angenehm. Wenn ich nicht jedesmal sofort Angst um unsere Erde bekäme, wenn ich auch nur an sie denke, würde ich für eine stärkere Benutzung auch in Europa plädieren. Aber so: Böse Anti-Klima-Anlage! Böse!
5. Amerikanisches Bier ist langfristig kein Ersatz. Nur deutsches (oder polnisches oder tschechisches) verschafft einem Erlösung. Bud Light hat zwar durchaus auch seine Vorzüge aber dauerhaft ist das kein Zustand.
6. In New York gibt es VIEL geilere T-Shirts als in Deutschland.
7. Amerikaner kennen auch kein Rezept gegen Pickel ("pimples").
8. Es mangelt mir an "100%" und Konsequenz. Sollte ich es jemals zu etwas bringen wollen, werde ich das nicht über die bisher gelebte Sparflammen-Taktik erreichen sondern endlich mal Gas geben müssen. Was nützen einem freie Kapazitäten wenn man sie nicht benutzt?
Wichtig ist was man tut. Geschichtsbücher beinhalten keine Motive, sie beinhalten Taten.
9. Revolutionär gesucht: Vision egal.
10. AdSense sagt, dass ich im letzten Monat durch diesen Blog 38 US-cent verdient habe.

Sonntag, 31. August 2008

The next please.

Kulturimperialisten britischer Prägung müssen es gewesen sein, die dem Amerikaner die Schlange nahe gebracht haben. Miese Kulturfaschisten haben diese menschenverachtende Angelegenheit dann um den nur sprichwörtlich schlechten deutschen Service ergänzt und das Monster der Amerikanischen Kassiererin geschaffen.
Einmal in die Mühlen der "line" hineingeraten kommt man da so schnell nicht wieder raus. Geregelt durch Absperrbänder (Disneyland-Serpentinen) und klare Anweisungen ("Line starts here." "Next!") ist man dem sadistischen Fluss der Zeit gnadenlos ausgeliefert und man befindet sich in einer Sphäre ureigener Langsamkeit.
Wer je gesehen hat, wie behäbig eine amerikanische Verkäuferin Ware bewegen kann, wie schleichend man eine Scannerkasse benutzen kann, wie lange es dauern kann Ware einzutüten (selbstverständlich drei Tüten pro Stück), wie desinteressiert man am Kunden sein kann (Wozu sollte ich eine neue Kasse aufmachen wenn ich doch meinen Joghurt noch nicht fertig gegessen habe?) und wie geringschätzig die Umgebung gemustert werden kann, wird niemals wieder ein schlechtes Wort über deutsches Verkaufspersonal verlieren.

Wie die Kinder...

Zivilisation in der Wüste. IKEA in Brooklyn.

Es gibt hier Sachen, die gibts nicht - nicht zu kaufen. Seit ner guten Woche suche ich eine große Tasse (als Kornflakesschüssel) und bis gestern fand ich keinen Laden der sie verkauft. Also beschloss ich mal zu IKEA zu fahren...
Bus-Shuttle von der U-Bahn und viele Leute mit Tüten und Päckchen und meist nicht-englischer Kommunikation. Andrang als ob die Beatles noch ein letztes Mal gemeinsam auftreten würden... So empfängt New Yorks flat packed store #1 seine ahnungslosen Besucher. Und verkauft auch keine großen Tassen!
Der Ami läuft gern auch entgegen der empfohlenen Laufrichtung, hat Polizisten an der Kasse ist von den ganzen tollen Sachen ausgesprochen beeindruckt, versteht nicht wieso er die Möbel selber aufbauen soll, wieso man die gelben Tüten gegen blaue austauschen muss (und wieso man die dann bezahlen soll) und verkauft seine Hot Dogs zwar für 50 cent, dafür aber ohne Zwiebeln und Sauerkraut! Die Pflanzenabteilung fristet ein einsames Dasein (und das wo "Sparsam" für 1,50 + 1 Dollar für den Topf angeboten wird) und die Service-Schalter sind STARK belagert. Die Schlange am schwedische-Spezialitäten-Shop ist lang genug um darin den halben Nachmittag zu verbringen und im Restaurant gehts zu wie Freitag Nachmittag im ICE.
Aber sie werden es schon noch lernen...

PS: Man haut uns Europäer bei den Energiesparlampen preislich mächtig übers Ohr.
PPS: Montag ist Labour Day - also frei!